Lexikon: Propofol

 

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Propofol (6,2 Diisopropylphenol) ist ein intravenös verabreichtes, milchig aussehendes (Lipidemulsion) Hypnotikum, das als gut steuerbar gilt (kurze Halbwertszeit und relativ geringe Kumulation) und zusammen mit einem zur Allgemeinanästhesie oder Sedierung verwendet wird. Es ist zur Zeit das einzige intravenöse Hypnotikum, welches sowohl zur Anästhesieeinleitung als auch zur Aufrechterhaltung verwendet werden kann. Eine bekannte Nebenwirkung ist der Schmerz bei der Injektion, der durch eine Reizung der Venenwand auftritt. Durch verschiedene Maßnahmen (z.B. Injektion eines Lokalanästhetikums in die gestaute Vene) kann dies vermindert werden.

Propofol wurde 1989 von der Food and Drug Administration in den zugelassen. In Deutschland bzw. Europa wurde die Zulassung erstmalig 1996 erteilt.

Als eine Modifikation gilt der Zusatz von EDTA zur Propofol-Zubereitung. Der Zusatzstoff soll ein Keimwachstum bei versehentlicher bakterieller Kontamination verlangsamen, kann dieses aber nicht vollständig verhindern. Auch deshalb ist eine aseptische Handhabung weiterhin erforderlich. Eine Weiterentwicklung stellen andere Präparationen auf der Basis eines Gemisches mittel- und langkettiger Fettsäuren (MCT/LCT) dar, die den Injektionsschmerz bei Propofolgabe vermindern und den Fettmetabolismus verbessern können.


en:Propofol Kategorie:Anästhesie Kategorie:Narkotikum