Lexikon: Arterie

 

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Die Arterie (griechische Sprache|griechisch αρτηρία) oder die Schlagader bzw. die Pulsader (nach den an großen Arterien spürbaren Pulsen des Herzschlags) ist ein Ader|Blutgefäß, welches das vom wegführt.

Arterien transportieren in der Regel reiches Blut, nur die Arterien des Lungenkreislaufs enthalten sauerstoffarmes Blut. In den Arterien des Menschen sind nur etwa 20% des gesamten Blutvolumens enthalten.

Die größte Arterie im menschlichen Körper ist die Aorta oder Hauptschlagader mit einem Durchmesser von etwa drei Zentimetern.

Typen von Arterien

Je nach Funktion und Lokalisation müssen Arterien verschiedenen Ansprüchen genügen und unterscheiden sich daher auch in ihrem Aufbau:

  • glatte Muskulatur|muskulärer Typ: diese kleineren Arterien liegen relativ herzfern (peripher) und sind als Widerstandsgefäße u.a. durch ihre glatte Muskulatur maßgeblich an der Aufrechterhaltung des s beteiligt, da sie durch Verengung ihres Durchmessers den erforderlichen Blutdruck herstellen können (tun sie dies nicht, so spricht man von einer orthostatische Dysregulation|orthostatischen Dysregulation mit Schwindel- und Schwächeanfällen v.a. nach dem Aufstehen)
  • Elastizität|elastischer Typ: diese großen, herznahen Gefäße wandeln Physiologie|physiologischerweise den pulsatilen Blutfluss, der durch die ruckartigen Herzschlag (die Systole) verursacht wird, durch ihre elastische Schwingungsfähigkeit in eine quasi-kontinuierliche Strömung um - die so genannte Windkesselfunktion - und schützen so in der Peripherie des Kreislaufs die Organe und Gewebe vor gefährlichen Blutdruckspitzen oder -"tälern". Bei der Arteriosklerose ist diese Schwingungseigenschaft stark vermindert oder total erloschen, was in dauerhaften, krankhaften bis hin zur hypertensive Krise|hypertensiven Krise, transitorische ischämische Attacke|transitorischen ischämischen Attacken (kurzzeitigen, durch schwachen Blutdruck bedingten Bewusstseinsverlusten), Schlaganfall|Schlaganfällen (durch Massenblutung bei zu hohem oder Mangelversorgung bei zu niedrigem Blutdruck) oder dem Reißen einer Gefäßaussackung (eines Aneurysmas) münden kann.

Wandaufbau

Die Gefäßwände der Arterien sind dicker (muskelreicher) und haben eine deutlicher ausgeprägte Schichtung als die der n.

Grundsätzlich besteht eine arterielle Wand aus drei Schichten, deren Bestandteile alle isch-Anatomie|anatomische Namen tragen; von der blutführenden Seite aus gesehen sind dies:

  1. die Tunica interna (auch die Intima) besteht aus
    • einem einschichtigen Endothel,
    • der darauf aufsetzenden Schicht aus lockerem , dem Stratum subendotheliale
    • sowie daran anschließend der Membrana elastica interna (besonders gut entwickelt bei den muskulären, peripheren Arterien);
  2. die Tunica media (oder schlicht die Media) ist
    • bei den peripheren Arterien aus mehreren, dicht anliegenden, ringförmigen und schräg gewundenen Muskelschichten aufgebaut, die auch elastische Fasern und solche aus enthalten,
    • bei den elastischen Arterien ähnlich aufgebaut, allerdings mit mehr Kollagen und vielen schwingungsfähigen und gefensterten Membranen;
    • (teilweise befindet sich zwischen der Media und der Adventitia noch zusätzlich eine Membrana elastica externa;)
  3. die Tunica externa (auch Adventitia), welche v.a. aus elastischem und kollagenem, faserigen Bindegewebe besteht und über ihre Vasa vasorum (die Gefäße der Gefäße) und Nerven die Gesamtarterie ernährt und steuert.

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